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aktualisiert am: 09. März 2010 | 13:58 | 442 aktuelle Inserate
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Das Sabbatical - zeitlich begrenztes Aus


   

Mitarbeiter, die seit Jahren Höchstleistungen in einem Unternehmen bringen, für die eine 60-Stunden-Woche zum Alltag geworden ist und keine Aussicht auf Besserung besteht, brauchen Auszeiten. Diese nutzen sie, um Burn-Out-Syndrome abzuwehren, um eine begonnene Ausbildung abzuschließen, oder auch um das Haus fertig zubauen oder eine Weltreise zu unternehmen. Mehr Zeit für die eigenen Kinder, ist ein ebenso oft genannter Grund für die gestressten Leistungsträger.

Die Freizeit-Gesellschaft

Freizeit hat einen hohen Wert in unserer Gesellschaft, und wer heute den Wunsch nach einer außergewöhnlichen Aktivität hat, will das nicht um Jahrzehnte aufschieben. Menschen, die viel Geld verdienen, aber keine Zeit haben, es auszugeben und zu genießen, werden frustriert.

Instrument der Mitarbeiterbindung

Unternehmen sind gut beraten, auf diese Bedürfnisse einzugehen, wenn sie den Mitarbeiter, der wertvolle Höchstleistungen bringt, nicht verlieren wollen. Denn sich selbst ein Sabbatical zu verschaffen, einfach zu kündigen und den nächsten Job erst ein halbes Jahr später anzunehmen, schreckt die gut ausgebildeten und gefragten Mitarbeiter nicht mehr. Die Nachfrage nach Qualifizierten wird auch in ein paar Monaten hoch sein.

Sicherung der qualitativen Leistung

Zur mittelfristigen Karriere-Perspektive gehört nicht nur das Arbeitsleben, sondern auch das Freizeit-Angebot. Wo hohe Arbeitslast ein Dauerthema ist, sind Unternehmen verpflichtet, sich um ihre Leistungsträger zu kümmern, sie an das Unternehmen zu binden und vor dem Burn-Out zu retten. Die konstante hochwertige Arbeitskraft kann nur dann erhalten werden, wenn der Belastung eine Kompensation entgegengestellt wird.

Drei bis 12 Monate Ein Sabbatical ist wie ein langer Urlaub, der im Ausmaß von drei bis 12 Monaten genommen werden kann. Nach dieser Zeit steht die Rückkehr an den Job - idealerweise in der gleichen Position oder zumindest im gleichen Unternehmen.

Diese Auszeit erfordert eine genaue Abstimmung zwischen Arbeitgeber und Mitarbeiter. Es müssen Vorbereitungen für eine Vertretung gefunden werden sowie mögliche Formen der Finanzierung. Grundsätzlich finanziert sich der Arbeitnehmer sein Sabbatical durch einen Ansparprozess selbst:

Finanzierungsmodelle


  • Vergütungsbestandteile wie 13., 14. Monatsgehalt, Sonderzahlungen und Tantiemen laufen auf ein Sabbatical-Konto.
  • Durch eine Senkung des ausbezahlten Lohns können Differenzbeträge auf ein Sabbatical-Konto einbezahlt werden.
  • Überstunden und Wochenendarbeit werden auf einem Langzeit-Urlaub gutgeschrieben

In Zeiten der Fachkräfte-Knappheit sind solche Angebote an die Mitarbeiter gute Lösungen, um diese an das Unternehmen zu binden und einen Verlust und die teure Neurekrutierung zu vermeiden.

Vorteile für das Unternehmen

  • Mitarbeiter, die ihre Arbeitszeiten flexibel gestalten können, sind höchstmotiviert und fühlen sich wohl. Allein die Option zu einer Auszeit wird sehr positiv bewertet.
  • Ein Unternehmen spart Kosten und Liquidität, wenn Mehrarbeit auf Langzeitkonten angespart wird.
  • Sabbaticals liegen im Zeitgeist: Der moderne Arbeitnehmer ist nicht mehr so blind leistungsbesessen wie in den 80er Jahren. Die meisten Berufstätigen suchen eine Mischung aus Leistungsorientierung und den dazugehörigen Kompensationsmöglichkeiten.


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